Was ist ein Lehen

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  • Was ist ein Lehen?

Der Herzog von Lüneburg und Celle als Landesherr war Eigentümer des gesamten Grund und Bodens und absoluter Herrscher über die gesetzgebende Gewalt.

Bauern, die einen Acker bestellen wollten, um sich davon zu ernähren, wirtschafteten also auf fremdem Boden. Dafür mussten sie einen Teil ihrer Ernte und teilweise auch ihres Einkommens in Geld an die Herrschaft abgeben. Zusätzlich mussten sie Hand- und Spanndienste leisten. Bei Kriegshandlungen wurden die wehrfähigen Männer auch zum Wehrdienst berufen. Wollte ein Landwirt heiraten oder auch nur einen Baum auf seinem Hof fällen, musste er zuerst seinen Lehnsherren um Erlaubnis fragen und eine Gebühr entrichten. Beim Tode des Bauern musste der Hofnachfolger das Lehen gegen eine entsprechende Gebühr neu erwerben. Der Lehnsherr versprach dem Bauern dafür Schutz und Schild bei Not und Gefahr.

Oberster Lehnsherr war der Herzog von Celle, der Lehen an seine Fürsten vergab. Diese konnten wiederum Lehen an andere Adlige vergeben, die sich von ihnen belehnen lassen wollten und oft in der Adelshierarchie unter dem Lehengeber standen. Am Ende dieser Kette standen die Bauern, an denen sich die Adligen bereicherten. 

 

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