Die Bauern

  • 700 Jahre von Elsenhusen bis Elze

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In Elze gab es Bauernfamilien mit unterschiedlichsten Hofgrößen. Nach überlieferten Traditionen hielten die Bauern immer am Althergebrachten fest. Was alt war, war gut, jede “newerung” aber war grundsätzlich abzulehnen. Wie die Vorväter den Acker bestellt hatten, so wurde es weiter gehalten, eine primitive Feldgraswirtschaft (Grasland wird zu Acker umgebrochen, bringt dieser keinen Ertrag mehr, lässt man ihn liegen und er wird langsam wieder zu Grasland). Die Dreifelderwirtschaft (Fruchtfolge im dreijährigen Rhythmus, bis zum 16. Jahrhundert mit einem Jahr Brache) hat sich hier im 15.Jahrhundert noch nicht durchgesetzt.

Dass der Bauer einen sehr beträchtlichen Teil von dem, was er im Schweiße seines Angesichtes erarbeitet hatte, abzugeben hatte, das war eben immer so, das musste so sein. Der “Zehnt” war von Kaiser Karl d. Gr. ursprünglich zu Gunsten der Kirche den Bauern auferlegt worden. Er gelangte im Laufe des Mittelalters in den Besitz der Fürsten und Herren, die ihn, losgelöst von seiner ursprünglichen Bestimmung, als ein nutzbares Vermögensobjekt verliehen, versetzten, beleihen ließen usw. Es ist nach heutiger Auffassung kaum vorstellbar, dass als Folge jenes Erlasses Karls d. Gr. die Elzer Bauern noch bis 1836 den zehnten Teil ihres Arbeitsertrages abliefern (und) oder Dienstleistungen erbringen mussten.*3

 

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