Eisengewinnung

  • 700 Jahre von Elsenhusen bis Elze

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Bildquelle: Renate Dettmers

Die Aufnahme aus dem Jahr 1911 zeigt Schlachter Dettmers Wohnhaus in der Hohenheider Str. 24. Die Gefache waren teilweise mit Raseneisenstein ausgemauert.
 
  • Eisenerz im Wietzebruch

Der älteste Eisenfund aus Deutschland ist ein eiserner Fingerring aus einem Grab in Vorwohlde/Hannover. Es stammt aus der Zeit um 1600 v. Chr. Die Eisenvorkommen in unserem Wietzetal bestanden als „Sumpferz“ (Raseneisenstein) in der stattlichen Stärke bis zu 50 cm in größeren zusammenhängenden Schichten unter der Erdoberfläche. Größere Stücke dienten in den umliegenden Dörfern auch als Baumaterial, zum Beispiel als Fundamentsteine oder zum Ausmauern der Gefache mit Lehm oder später mit Mörtel.

Das Eisen wurde von den „Waldschmieden“ meistens im Tausch gegen Lebensmittel an die Städte verkauft. Die Handelsform des Eisens waren Barren (doppelpyramidig) oder schwerterähnliche Stangen ohne einheitliches Gewicht.

Solch eine historische Waldschmiede liegt im Wietzebruch am Weg nach Wieckenberg und zeigt anschaulich den Verhüttungsprozess, bei dem enorme Mengen Holzkohle verbraucht wurden. Da Eisen und Holz reichlich vorhanden waren, hatte man im Wietzebruch einen idealen frühzeitigen „Industriestandort“, etwa bis 1400 n. Chr., danach gab es zuerst im Siegerland Hochöfen. Damit gelang es, das Eisen vollständig zum Schmelzen zu bringen und es wurde qualitativ hochwertiger. Der Standort Wietzetal konnte gegen die neue Technik nicht bestehen. Allerdings wurden noch bis 1917 Raseneisensteine nach Wilsede zum Schmelzen geliefert. *8

 

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