Der älteste Eisenfund aus Deutschland ist ein eiserner
Fingerring aus einem Grab in Vorwohlde/Hannover. Es stammt aus der Zeit um 1600 v. Chr.
Die Eisenvorkommen in unserem Wietzetal bestanden als Sumpferz
(Raseneisenstein) in der stattlichen Stärke bis zu 50 cm in größeren zusammenhängenden
Schichten unter der Erdoberfläche. Größere Stücke dienten in den umliegenden Dörfern
auch als Baumaterial, zum Beispiel als Fundamentsteine oder zum Ausmauern der Gefache mit
Lehm oder später mit Mörtel.
Das Eisen wurde von den Waldschmieden meistens im
Tausch gegen Lebensmittel an die Städte verkauft. Die Handelsform des Eisens waren Barren
(doppelpyramidig) oder schwerterähnliche Stangen ohne einheitliches Gewicht.
Solch eine historische
Waldschmiede liegt im Wietzebruch am Weg nach
Wieckenberg und zeigt anschaulich den Verhüttungsprozess, bei dem enorme Mengen Holzkohle
verbraucht wurden. Da Eisen und Holz reichlich vorhanden waren, hatte man im Wietzebruch
einen idealen frühzeitigen Industriestandort, etwa bis 1400 n. Chr., danach
gab es zuerst im Siegerland Hochöfen. Damit gelang es, das Eisen vollständig zum
Schmelzen zu bringen und es wurde qualitativ hochwertiger. Der Standort Wietzetal konnte
gegen die neue Technik nicht bestehen. Allerdings wurden noch bis 1917 Raseneisensteine
nach Wilsede zum Schmelzen geliefert. *8 |