Schule

  • 700 Jahre von Elsenhusen bis Elze

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Schulchronik
Der Lehrer Schmieta
Bernhard Schoener
Herbert Rieckmann
Dienstanschlag 1862
Neubau 1957
Erweiterung 1965
3. Bauabschnitt 1971 

  • Die alte Schule

Quelle: Alle Berichte zur Schule aus der "Schulchronik", Grundschule Elze

Die alte Elzer Dorfschule steht bis heute unverändert in der Poststraße. Noch in den 1960-iger Jahren wurden die Räume wegen geburtenstarker Jahrgänge und räumlicher Enge in der neuen Schule für den Unterricht mit mehreren Klassen genutzt.

Danach zog die Post bis in die 1990-iger Jahre hinein in das Haus. Heute ist hier ein Übungsraum für den Männergesangverein Concordia und einer für die Volkshochschule.

Das Gebäude entstand 1895, nachdem das alte kleinere Gebäude an der selben Stelle 1894 abgerissen worden war.

  • Der Schulneubau 1895 (Schulchronik)

Am Sonnabend nach Weihnachten 1894 wurden in der damaligen Schulklasse die alten Schulgebäude auf Abbruch verkauft. Das Schulhaus kaufte Arbeiter Wilhelm Henstorf für 1048 M; die Schulklasse Mehlhändler Georg Giesemann für etwas über 400 M. bald darauf wurde am 2. Januar 1895 im Schulhause eine Schulvorstandssitzung abgehalten, um über die Submission des neu zu erbauenden Schulhauses Beschluß zu fassen. Es wurde beschlossen, am Montag den 14. Januar den Submissionstermin festzusetzen. Zu diesem Termine wurden zunächst die Zimmerarbeiten, darauf die Maurerarbeiten und zuletzt der ganze Bau vergeben. Hierbei hatten Zimmermeister Bohm aus Brelingen mit 6090 M, Tischlermeister Leseberg aus Elze mit 6080 M und Zimmermeister Rokahr aus Langenhagen mit 6000 M die niedrigsten Gebote. Die Wahl fiel auf Zimmermeister Bohm und übergab der Schulvorstand demselben den Neubau des Schulhauses.

In der vollen Woche nach Ostern wurde der Grund zum neuen Schulhause gelegt. Die Maurerarbeiten hatte Maurermeister Horstmann aus Elze übernommen. In der Pfingstwoche wurde der Bau gerichtet. Am ersten Schultage des Winterhalbjahres, am Montag den 14. Oktober, fand die Einweihung des Schulhauses statt.


Herbert Rieckmann berichtet aus der alten Schulchronik 

Die Entstehung der Schulstelle ist gewiß sehr alt und läßt sich nicht mehr nachweisen. Die Schulgebäude auf dem Schulhofe bestehen aus der Lehrerwohnung, ein im Jahr 1837 von der Lehrerwohnung getrenntes Schullokal oder Schulklasse, ein Stall und der Kapelle, davon sind die Kapelle und das Schullokal noch ziemlich neu, die Lehrerwohnung und der Stall alt und baufällig. Mit der Schulstelle ist der Kapellenküsterdienst verbunden, der darin besteht: Der Lehrer muss läuten, die Betglocke schlagen, den Lesegottesdienst halten und bei einem Trauerfall die Andacht im Trauerhause abhalten. Die niederen Küsterdienste dagegen waren seit 1922 von der Lehrerstelle abgetrennt. Sämtliches Läuten übernahm der Hausschlachter Hermann Dettmers (Kerkendettmers Opa).

  •  Abschied vom alten Schulhaus


Auszug aus dem Bericht des Burgdorfer Kreisblattes vom 29.12.1956 von Herbert Rieckmann

Elze. Abschied vom alten Jahr bedeutet diesmal für die Elzer Schulkinder gleichzeitig auch Abschied von der alten Schule. Die Innenarbeiten im Schulneubau sind nunmehr beendet, der langersehnte Umzug kann nach den Weihnachtsferien vor sich gehen.

Das Schulgrundstück lag von jeher in unmittelbarer Nähe der im Jahre 1349 erbauten Kapelle. Daß Elze nachweislich schon in vorreformatorischer Zeit ein Gotteshaus besaß und das Schulmeisteramt in Elze 1749 erstmalig erwähnt wird, sei in diesem Zusammenhang aus dorfgeschichtlichem Interesse nebenbei erwähnt. "Schullokal" - wie es in der alten Schulchronik heißt - und Lehrerhaus waren zu Beginn des vorigen Jahrhunderts getrennt. Ersteres wurde im Jahre 1837 erbaut und stand als Einzelgebäude mit nur einem Raum und einer Raumhöhe von 2,80 m an der Stelle, wo sich heute der Klassenraum an der Straße befindet. Der Eingang befand sich an der Hofseite. Das noch ältere Lehrerhaus lag damals 30 m zurück mit einem freien Platz davor.

Da das Schullokal gegen Ende des Jahrhunderts baufällig geworden war und den Anforderungen nicht mehr genügte - vor allem aber auch das Lehrerhaus in keiner Weise mehr den Bedürfnissen entsprach -, entschloß sich im Jahre 1893 die Schulgemeinde zu einem Neubau. Die alten Gebäude wurden auf Abbruch verkauft. Das Schulhaus erwarb Georg Giesemann - Elze, das Lehrerhaus Wilhelm Henstorf - Elze. Letzterer ließ das Haus wiedererstehen, wie wir es noch heute in der Mittelstraße zwischen Kaufmann Müller und Kaufmann Rump kennen. (Anmerkung des Chronisten: In der Schulchronik steht an anderer Stelle, daß Henstorf das Schulhaus und Giesemann den Klassenraum kaufte.)  Das damalige neue Schulhaus mit Lehrerwohnung und Klassenraum wurde dann zwei Jahre später am 14. 10. 1895 eingeweiht.

40 Jahre lang genügte der Klassenraum den damaligen Schulverhältnissen. Inzwischen war aber die Kinderzahl stetig gestiegen,  und eine zweite Lehrerstelle war vorübergehend notwendig geworden. Im Jahre 1935 wurde ein zweiter Klassenraum geschaffen, wie wir ihn heute noch kennen.

Die Jahre gingen dahin. Das Dorf wurde immer größer - die Kinderzahl stieg. Die Schule erweiterte sich durch die Nachkriegsverhältnisse auf vier Lehrerstellen mit über 200 Kindern. Wenn auch die Zahl durch Abwanderung gefallen war, so wird sie in den nächsten Jahren wiederum auf 170 Kinder ansteigen. Die zwei Klassenräume erwiesen sich inzwischen als völlig unzureichend, so daß ein Klubzimmer im Hemmeschen Gasthaus als dritter Klassenraum in Anspruch genommen werden mußte. Es war eine Notlösung, die für Lehrkräfte und Kinder auf die Dauer nicht tragbar war und für die weitere Zukunft unmöglich erschien. Diese Erkenntnis überzeugte den Gemeinderat, durch einen Schulneubau hier Abhilfe zu schaffen. Nach reiflicher Überlegung wurde im Herbst 1955 auf Initiative von Bürgermeister Lenthe hin ein Schulneubau beschlossen, der nunmehr nach 15-monatiger Bauzeit bezogen werden kann.

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