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Plattdeutsche Originalfassung |
Alte Haus-
num-
mer |
heutiger
Name und (Hofname) |
Hochdeutsche Übersetzung (das Gereimte lässt sich leider
nicht übertragen) |
| Düt is´n Rirmelreimel von den Derpe Elze, mal lustig und
mal kratzig, inne Spinnstuben is däé maokt - sau rund um
achtanhundertachtzig |
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Dies ist ein "Rirmelreimel" von dem Dorf Elze, mal
lustig und mal kratzig, in den Spinnstuben ist er entstanden, so um 1880. |
| Nu holt jük wisse, nu gaht dat los! |
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Nun haltet euch fest, nun geht es los! |
| Tharmanns wurnt in Felle - un Lükens klart in´n Gelle. |
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?
Brüggemann (Lükens) |
Tharmanns wohnen im Felde - und Lükens schwimmen im Gelde. |
| Rennekamps Vaoder wurnt in´n Bracken un hei hult den
Zeegenbock. Dä Frünslüe in Derpe mit öhre Zickens lopt jo alle Galopp.
Un wat sin Junge is, dä Fritz, dat is kein Witz - nee, nee - von
Sprösselholt maokt hei allen nen Flitzepee. |
? |
Der Bracken ist das Gebiet zwischen Meitzer
Straße und Apfelchaussee, ehemaligem Feldgraben und Dorf. In einer alten
Karte von 1771 ist etwa gegenüber Sadlers Kuhstall ein Haus
eingezeichnet. |
Rennekamps Vater wohnt im Bracken und er hält den
Ziegenbock. Die Frauen im Dorfe mit ihren Ziegen laufen ja alle Galopp.
und sein Sohn der Fritz, das ist kein Witz - nein, nein - von Weidenholz?
macht er allen ein Laufrad? |
| Un Voltmers Ole mit dä virl´n Göse - dä maokt dän
Kreuger sin Kopp sau böse. |
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Beate Schneider (Voltmers)
Otto Hemme (Kreugers) |
Und Voltmers Alter mit den vielen Gänsen - der macht des
Kreugers Kopf so böse. |
| Kassens Ludjen mit dä Äksen, well Möller Harnichen
beheksen. |
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Otto Hemme (Cassens)
Joachim Sadler (Lenkens) |
Cassens Ludwig mit der Axt, will Möller, Heinrich behexen. |
| Bösenbergs backt noch Schraoenbrot - un Waakens hät noch
keine Not. |
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14 |
Hans-Heinrich Bütehorn (Bösenbergs)
Werner und Heinz-Werner Reichenbach (Warnken) |
Bösenbergs backen noch Schrotbrot und Warnkens haben noch
keine Not (es geht ihnen gut). |
| Mentens wurnt anne Kattenkuhl´n - un Henkens möt dä
Knaoken puhl´n. |
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mehrere Eigentümer zwischen Hohenheider-,
Mittelstraße und Kuckuckshof
? |
Mentens wohnen an der Katzenkuhle? - und Henkens müssen die
Knochen puhlen (ihnen scheint es nicht so gut zu gehen). |
| Ölschen Otto stammt vonne Laane. Mit siene Swiene maokt hei
nao´n Bassen - un siene Kerchen, dat sünd siene Keuhe. Mit Waaken
Vaodern aowern Thun, herre hei tau lange klönt, dao föllt hei dür´n
Bodden uppe Däle, un nu ligt hei dao un stöhnt! |
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14 |
Siegfried und Andreas Jennert (Ülschen)
Werner und Heinz-Werner Reichenbach (Warnken) |
Ülschen Otto stammt von der Leine. Mit seinen Schweinen
fährt er zum "Bassen" (das ist seine mitgebrachte Mundart, in
Elze sagt man Kempen zum Eber) und seine ? das sind seine Kühe. Mit
Warnkens Vater auf der anderen Seite des Zaunes hat er zu lange geklönt,
da fällt er vom Heuboden auf die Diele, und nun liegt er da und stöhnt! |
| Völkers Vaoder hat man korte Beine; doch güng dat an´t
betaolen - von Völkers Vaodern könn man jedertied wat haolen. Tau Tiet
leit hei dat Hus moal strieken, dä Fenstern witt un greun dä Dühren.
Dä langen Dühr schöll ganz wat schön´s maol wiren. As´t fertig was
bekeik hei´t sek, schür mit´n Kopp - is merklich - dat saun Kirl dat
kann, un maolt dao soone Wiendrub´n ran! |
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Willi Kohne (Völkers) |
Völkers Vater hat ja kurze Beine; doch wenn bezahlt werden
musste - von Völkers Vater konnte man immer etwas bekommen. (Die jungen
Mädchen werden auf den Dorffesten manchmal knapp bei Kasse gewesen sein.)
Zur Zeit lässt er das Haus mal streichen, die Fenster weiß und grün die
Türen. Die große Dielentür sollte ganz besonders schön werden. Als das
werk fertig war, sah er es sich an und schüttelte den Kopf - das ist ja
beeindruckend, dass so ein Kerl das kann, und malt da so eine Weinrebe
dran! |
| Schaumesters Vaoder Bruns dä liehrt den Kinnern jo dat gote
"I", wennt nödich is toog hei se ok maol aowert Knie. Wenn´t
Ärger gaff in dä öller Jaohre, schoof hei fief Finger mehrmaols dür
dä Haaore. |
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Volkshochschulgebäude Poststraße
ehemaliges Postgebäude
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Der Vater Lehrer Bruns der lehrt die Kinder ja das große
"I", wenn es nötig ist zog er sie auch mal übers Knie. Wenn es
Ärger gab in seinen späteren Jahren, schob er fünf Finger mehrmals
durch die Haare. |
| Brähls Willem, dat was en Discher. O, un dä verstunt ok
wat. Mit´n Hürbel stött hei alles glatt, un wenn in Derpe wer niet buet
denn makt hei Fenster, Dührn un Schapp. |
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Ludwig Brüggemann (Brähls) |
Brähls Wilhelm, das war ein Tischler. Oh und er verstand
etwas vom Handwerk, mit einem Hobel stieß er alles glatt, und wenn im
Dorf einer neu baut, dann macht er Fenster, Türen und Schränke. |
| Un Eikmanns Ohle, owei owei - dä hat aober Knirpe. Nich
virl von kürn, wie brukt jo ok nich alles te wirten. Doch bi de Spinners
maokt hei virl schöne Musik, un gift nen Schottschen, einmaol rund, denn
gliks in Takt mit dä Quetschkemmode düchtig mit. |
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Hilde Bombeck
(Eickmanns) |
Und Eickmanns Alter, owei owei - der hat aber den Schalk im
Nacken. Nicht so viel darüber reden, wir müssen ja nicht alles wissen.
Aber bei den Spinnfrauen macht er viel schöne Musik und spielt einen
"Schottschen" (Schottischen), einmal rund und dann gleich im
Takt, spielt er mit dem Schifferklavier tüchtig mit. |
| Tönjes Vaoder haolt as deipe Aoten un sä: hier is dä
Grund, ek säet jo glieks, wie möten maol wier griepen. |
1 |
Wolfgang Vatheuer (Tönnies) |
Tönnies Vater holt tief Luft un sagte: hier ist der Grund,
ich sagte es ja gleich, wir müssen ihn wieder mal erwischen. (Damit
spielt er wahrscheinlich auf die Streiche von Eickmanns ALten an.) |