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Ein Bericht von Herbert Rieckmann
Zu den treuesten Kirchengemeindemitgliedern zählte der
Hausschlachter Hermann Dettmers, der am 20. Oktober 1870 geboren wurde und
am 18. 03. 1963 aus dem Leben schied.
Schon als Schulbube wurde er mit seinem künftigen Beruf
bekannt, als er allmorgendlich vor Beginn des Schulunterrichts und am
Sonntag in der Frühe zum Glockenstuhl zu gehen hatte, wo er die Glocke
anschlagen musste. Das war damals eine gute Sitte.
Als Lehrer Lampe in den Ruhestand trat - es war zu Beginn
der Zwanziger Jahre des Neunzehnten Jahrhunderts - übernahm dann Hermann
Dettmers den gesamten Küsterdienst, der an der Elzer Kapelle bestand, und
den er in beispielhafter Treue bis 1960 versah. Das Läuten behielt er
jedoch bis kurz vor seinem Tod bei. Ob sonnabends oder sonntags, ob zu
Hochzeiten, Beerdigungen, Taufen oder zu Kapellengottesdiensten, immer
wenn der Klang der Glocke weithin zu hören war, stand drunten im
hölzernen Glockenstuhl, das Seil zur alten Glocke aus dem Jahre 1654 in
seiner Hand haltend, unser lieber unvergessener Kerken - Dettmers Opa
(oder auch Bim Bam Opa). |