Kreugers

  • 700 Jahre von Elsenhusen bis Elze

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Bild: Otto Hemme

Kreugers Haus ist als Vierständerhaus 1863 von Ludwig von Tiepermann erbaut (heute Otto Hemme). Das quer zur Straße stehende Gaststättengebäude ist 1911 aufgestockt worden um Gästezimmer zu schaffen, weil durch das neue Wasserwerk sich die Nachfrage nach Übernachtungen neu entwickelte. Das Haus steht bis heute unverändert und beherbergte die älteste Gaststätte im  Dorf. Die Gastronomie stellte ihren Betrieb im März 2001 ein. Die Gasträume wurden nun von dem Hoferben Otto Hemme mit seiner Familie bewohnt.

Die Hofstelle in der Alten Trift ist ein Kothof, dazu gehört aber noch ein Halbhof (Mohrhof). Er lag in der Ortsmitte am Weg "Zum Alten Hof". Die Morhofstelle war nach dem Dreißigjährigen Krieg "wüst" und wurde in den zwanziger Jahren des zwanzigsten Jahrhunderts als Bauland verkauft. Ilsemarie Willers berichtet, dass Sonntags Kreugers Kühe immer zum alten Hof getrieben wurden, weil der Weg kürzer als zu den Wiesen war. Durch Heirat von Otto Hemme sen. mit Elfriede Sprengel, am 12. 10. 1945 wurde Kreugers Hof mit dem Nachbarhof Kassens (Kothof, damals Wilhelm Sprengel) vereint.

Die Familienchronik finden Sie unter: Kreugers

  • Elfriede Hemme +18.12.1994 berichtet über Kreugers

1876 kam der junge Bauer und Kreuger Friedrich Hemme (Tiemanns Fritz) aus dem Kirchdorf Brelingen nach Elze. Er heiratete Ida von Tiepermann - so hießen die Besitzer des Kreuger Hofs. Fünf Kinder entsprossen der Ehe, drei Söhne und zwei Töchter. Der zweitälteste Sohn Otto übernahm den Hof 1912.

Vor dem Ersten Weltkrieg zu Anfang des Jahrhunderts kamen die Bauern aus Wieckenberg, Wietze, Jeversen und anderen Orten - von oaber de Heide - so sagte man damals im Sprachgebrauch zu allem was hinter der Wietze war. Sie holten aus Bennemühlen mit ihren Pferdefuhrwerken Mergel (ein minderwertiger Kalk), welcher zum Düngen des Ackers verwendet wurde. Sie machten dann regelmäßig eine Ruhepause bei Kreugers für Menschen und Pferde.

Auf Kreugers Hof wurde immer Landwirtschaft betrieben. Die Gastwirtschaft lief nebenbei. Im Ersten Weltkrieg wurde der Besitzer Otto Hemme auch Soldat. 1912 heiratete Otto Hemme Marie Strube aus Mellendorf. Vier Kinder gingen aus der Ehe hervor, zwei Mädchen und zwei Jungen. Der älteste Sohn Walter kam aus dem letzten Kriege nicht zurück.

So wurde der zweite Sohn Otto Erbe des Hofes. 1945 heiratete Otto Hemme die Tochter des Nachbarhofes Elfriede Sprengel und es wurde in der Hauptsache Landwirtschaft betrieben. Die Gastwirtschaft wurde von den Altenteilern und der ältesten Schwester Hilde Mühlberg versorgt.

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