|
Wir mussten lernen, dass
die Norddeutschen gar nicht so stur sind, wie immer behauptet. Über ein
gut organisiertes Straßenfest haben wir sehr schnell unsere Nachbarn in
der Straße kennen gelernt und jeder hat sich um uns gekümmert.

Die einen schleppten uns
mit zum Schützenfest, die anderen gewannen mich für die Feuerwehr. Und
einer meinte sogar, ich könnte singen und sollte in den Gesangverein
eintreten. Durch meine SPD-Mitgliedschaft bin ich natürlich auch mit der
örtlichen Politik in Kontakt gekommen.

Was habe ich daraus
gelernt? Die Norddeutschen sind nicht stur, sondern zurückhaltend. Sie
bieten dir Hilfe und Unterstützung, und wenn man sie annimmt, gewinnt man
Freunde.
Heute sind meine Frau und
ich Mitglied in vielen Elzer Vereinen – entweder aktiv oder als fördernde
Mitglieder, weil wir grundsätzlich der Auffassung sind, dass ein vernünftiges
Leben in einem Dorf auch aktive Vereine braucht. Und diese Vereine
brauchen Unterstützung unter anderem durch eine große Zahl von
Mitgliedern und durch Menschen, die bereit sind, sich zusätzlich zu
engagieren.

Wir freuen uns über jedes
Kind, das in einem Verein aktiv ist, weil es dort in einem weiteren behüteten
Raum aufwächst.
Wir freuen uns über jede
ältere Person, die am Vereinsleben teilnimmt, weil sie nicht allein ist,
wenn der Partner oder die Partnerin nicht mehr da sind.

Halten wir kurz fest: ich
rede von „Leben in Elze“. Für uns heißt das, wir integrieren uns
gerne, wir machen gerne mit und wir geben zurück, was wir bekommen haben:
Hilfe und Freundschaft.
„Wohnen in Elze“ ist
was ganz anderes. Wollten wir hier nur wohnen, hätten wir auch in
Hannover bleiben können.

Aber das muss jeder für
sich selbst entscheiden.
Meine Frau und ich sind,
beruflich bedingt, gemeinsam zweimal umgezogen. Nach Mannheim und nach
Hannover. Heute bedauern wir, dass wir in Mannheim nur gewohnt haben. Auch
Hannover haben wir zwar als eine schöne Stadt empfunden, in der man gut
leben kann, aber der Drang aufs Land war größer und somit haben wir
viele schöne Ecken in Hannover erst kennen gelernt, als wir dort nicht
mehr wohnten.
Das Angebot, das die Elzer
Vereine bieten, ist enorm und lässt fast keine Wünsche offen, es sei
denn man ist ständig hinter den neuesten Trendsportarten her und beim
Extremklettern in den Bergen muss Elze passen.
Mein Versuch, die Aktivitäten
alle hier aufzuführen, habe ich jetzt mehrfach wieder gelöscht, weil es
einfach zu viel ist. Aber auch hier gilt: wenn Sie den Weg zu dieser
Website gefunden haben, finden Sie auch die Elzer Vereine und deren
Aktivitäten.
Wenn jemand sagt, bei uns
auf dem Land sei tote Hose, dann kann ich das nur bestätigen, aber
allerdings nur für, die zu nichts Bock haben und immer darauf warten,
dass was passiert oder irgendjemand etwas für sie organisiert. Wenn meine
Frau und ich montags im Büro erzählten, was am Wochenende hier bei uns
los war, haben die immer nur ungläubig geguckt und im Gegenzug damit
geprahlt, dass sie z. B. an einem Abend in 6 verschiedenen Kneipen mit
insgesamt 93 verschiedenen Sorten Bier waren. Da haben meine Frau und ich
dann allerdings passen müssen, das kann Elze nicht bieten. |