| Im Wassereinzugsgebiet der Wasserwerke Elze/Berkhof und
Fuhrberg bewirtschaften wir einen Familienbetrieb. Die
Betriebsschwerpunkte sind Schweine- und Hähnchenmast sowie Ackerbau.
Großen Einfluss auf die Elzer Landwirtschaft hat die Förderung von
Grundwasser zur Trinkwasserversorgung Hannovers durch das Elzer und
Fuhrberger Wasserwerk. Durch die damit verbundene Grundwasserabsenkung ist
das Grünland zu trocken und damit die Milchviehhaltung unrentabel
geworden, die Kühe wurden also abgeschafft. Das Ackerland reagiert schon
auf kurze Trockenperioden mit starken Ertragseinbußen.
Um eine gute Ernte einbringen zu können sind wir in Elze auf die
Feldberegnung angewiesen. Da aber die Energiekosten in den letzten zehn
Jahren stark gestiegen sind - Strom von 8 Pfennig auf 12 Cent je
Kilowattstunde, Diesel von 50 Pfennig auf 1,10 Euro pro Liter - ist auch
der Anbau von Getreide mit Ausnahme von Winterroggen hier in Elze
unrentabel geworden. Der Winterroggen verträgt die Trockenheit auf
unserem Sandboden noch am Besten, wenn zusätzlich mit Naturdünger wie
Gülle und Hähnchenmist gedüngt wird. Das Getreide wird dann zu
Mastschweinefutter weiterverarbeitet. Kartoffeln und Zuckerrüben gedeihen
auch unter diesen widrigen Umständen. Auf 25% unserer Anbaufläche
wachsen Stärkekartoffeln, die wir zu einer Kartoffelstärkefabrik in
Wietzendorf im Kreis Soltau Fallingbostel liefern.
Als große Zukunftsperspektive für die Landwirtschaft sehe ich den
sich verändernden Energiemarkt. Biogasanlagen benötigen unsere
Rohstoffe, aus Raps wird Biodiesel hergestellt, der Bau oder wenigstens
die Beteiligung an Windkraftwerken kann lukrativ sein und durch die
Ställe, vor allem im Außenbereich, haben wir die Möglichkeit Solarstrom
zu erzeugen.
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